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20.08.19

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Mit Hund und Katze unter einem Dach – Ratschläge für ein glückliches Duo

“Hund oder Katze?” - Das ist nicht nur eine beliebte Dating-Frage, die angeblich so einiges über einen Menschen verrät, sondern auch eine Entscheidung, vor die sich viele Haushalte gestellt sehen. Dabei können Hunde und Katzen entgegen gängiger Meinungen zu friedlichen Mitbewohnern und lebhaften Spielkameraden werden. Du musst dich also gar nicht unbedingt entscheiden.

Allerdings ist das harmonische Miteinander keinesfalls garantiert. Für einen wohlwollenden Umgang miteinander bedarf es deiner Mithilfe als “Herrchen” oder “Frauchen”. Das liegt daran, dass Tiere sich maßgeblich an deinem Verhalten orientieren und Nervosität und Anspannungen direkt mitbekommen. Zudem bedarf es dem richtigen Aufbau des geteilten Wohnraums und der Einhaltung ein paar klarer Regeln. Wie in einer WG also. Wir verraten dir, wie Hund und Katze zum Traumduo werden können.

  

Zu berücksichtigende Unterschiede zwischen Hunden und Katzen 

So wunderbar sich das Zusammenleben auch gestalten kann, Hunde und Katzen sind verschieden - und das sollte beim Leben unter einem Dach berücksichtigt werden. Glücklicherweise kannst du dir einige Unterschiede aber auch Zunutze machen.

Zunächst einmal weisen Hunde und Katzen recht unterschiedliche Sozialverhalten auf. Während Hunde Rudeltiere sind und dich als ihren Rudelführer wahrnehmen, sind Katzen recht selbstständig. Auch Katzen sind soziale Tiere mit komplizierten Hierarchien, sie jagen aber alleine und sind daher weniger auf starke soziale Bindungen angewiesen als Hunde.


Dieser große Unterschied resultiert in unterschiedlichen Arten zu lernen, zu spielen und Zeit zu verbringen. Hunde folgen ihrem Rudel überall hin. Sie sind die perfekte Gesellschaft zum Joggen, Jagen und Faulenzen. Hunde wurden außerdem auf die bestmögliche Zusammenarbeit mit dem Menschen hin gezüchtet. Sie können sehr gut auf alle möglichen Aufgaben hin trainiert werden und genießen es sogar, dir aushelfen zu können und neue Tricks zu lernen. 

Ganz anders verhält es sich da mit Katzen. Ihnen ist ihr Revier in der Regel wichtiger als die Menschen, die sich darin aufhalten. Zwar genießen die meisten Katzen Streicheleinheiten und mögen die Nähe ihrer menschlichen Mitbewohner, es ist ihnen aber relativ egal, wenn du für mehrere Stunden das Haus verlässt oder ihnen wenig Beachtung schenkst. Katzen zu trainieren ist schwierig und hört meist bei der Benutzung des Katzenklos und einigen kleinen Tricks auf. 

Wenn es um die Umgebung an sich geht ist Katzen ein Rückzugsort besonders wichtig. Als Einzelgänger steht ihnen nicht immer der Sinn nach Gesellschaft, wohingegen ein gesunder Hund kaum je das Bedürfnis nach “alone time” verspüren wird. 

Auch der Tagesablauf der beiden Tierarten unterscheidet sich. Katzen sind in den Abendstunden und nachts aktiv, während der Biorhythmus der Hunde dem der Menschen ähnelt. Es empfiehlt sich daher, morgens mit dem Hund joggen zu gehen und die Katze eher abends mit Spielzeugen zu belustigen, damit sie dich nachts nicht stört. 

Genauso wie bei den meisten Vergleichen gibt es eine größere Varianz innerhalb der Gruppen als zwischen ihnen. Das bedeutet, dass Hunde und Katzen zwar gewisse Tendenzen aufweisen, sich Individuen aber durchaus sehr von diesen unterscheiden können.

 HundKatze
SozialverhaltenRudeltiere, sehr auf den Menschen als Rudelführer angewiesenEher Einzelgänger, nicht sonderlich auf soziale Bindungen angewiesen
SpielenStöckchen /Bälle / Kong etc. werfen, jagen, tobenFedern und Laserpointer jagen (instinktgetriebenes Spielen)
TrainingKann bis zu 165 Worte lernen, hinzu kommen Gesten. Lernt gerne und kann fast jeden Trick beigebracht bekommen.Lernt nur, wenn sie gerade Lust darauf hat. Kann ca. 35 Worte lernen.
AktivitätTagsüber aktivAbends und nachts aktiver

 

Hund und Katze zusammenführen

Wenn Hund und Katze direkt zusammen aufwachsen ist das Zusammenleben in der Regel überhaupt kein Problem. Als Jungtiere haben sie die Gelegenheit, sich ungezwungen kennenzulernen und aneinander zu gewöhnen, bevor Dominanz- und Revierverhalten auftreten. Veränderungen bedeuten hingegen zunächst einmal Stress, sowohl für Hunde als auch für Katzen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich dabei um Veränderungen im Tagesablauf handelt, einen Umzug, Familienzuwachs oder ein neues Haustier. Hunde und Katzen sind absolute Gewohnheitstiere. 

Natürlich ist ein gemeinsames Aufwachsen meistens nicht möglich und ein Tier kommt später in die Familie als das andere, oder die Tiere sind schon ausgewachsen, wenn sie zusammen angeschafft werden. 

Beim Zusammenführen von Hund und Katze spielst du eine entscheidende Rolle - deine Aufgabe ist es, das Stresslevel der Vierbeiner so gering zu halten wie möglich. 

 

Die Auswahl des zweiten Haustieres

Damit sich dein bereits vorhandenes Haustier möglichst gut an seinen neuen Mitbewohner gewöhnen kann, will schon die Auswahl des zweiten Haustieres gut überlegt sein. Beide Tiere sollten charakterlich zueinander passen. Hast du schon einen älteren und ruhigen Hund zu Hause, sollte die Katze ebenfalls nicht allzu jung und lebhaft sein. Ist deine Katze ein Energiebündel könnte sie einen Hund, der eigentlich nur seine Ruhe haben will, schnell überfordern. 

Letztendlich willst du sicher nicht, dass eines der Tiere das andere unterdrückt und ihm keinen Raum lässt. Daher ist es so wichtig, dass die Charaktere der Tiere sich ähneln. 

 

Vor dem ersten Treffen - diese Vorkehrungen solltest du treffen

Da die Katze, das territoriale Tier ist, ist die Lage ein wenig erschwert, wenn sie zuerst im Haushalt einzieht. In jedem Fall sollte der Katze ein Rückzugsort geschaffen werden. Idealerweise hat sie ihr eigenes gemütliches Zimmer, in dem auch das Katzenklo und ihre Futterstelle untergebracht sind. 

Nachdem dieser Rückzugsort geschaffen ist, geht es an die Gewöhnung, ohne die Tiere direkt aufeinandertreffen zu lassen. Lass den Neuankömmling am besten auf einer Decke schlafen, die du dann für ein paar Tage in deinen Wohnraum legst. So gewöhnt sich dein Vierbeiner an den Geruch des neuen Zuwachses. Hund und Katzen riechen sehr verschieden, daher kann dein Haustier mit dem plötzlichen Neuankömmling überfordert sein. Stell dir vor, deine Wohnung würde von einem auf den andere Tag komplett anders riechen - ein riesen Stressfaktor. 

 

Das Zusämmenführen - jetzt wird es ernst

Um Hund und Katze ein möglichst entspanntes Kennenlernen zu ermöglichen suche einen neutralen Raum aus. Es sollte hier weder Futter herumstehen noch eine Schlafgelegenheit oder das Katzenklo. Die meisten Experten raten, den Hund für die ersten Treffen anzuleinen. Dies gilt besonders dann, wenn es sich bei dem Hund um den Neuankömmling handelt. Die Katze sollte die Möglichkeit haben, dem Hund weiträumig auszuweichen. Genau wie bei jeder Art des Trainings gehören klare Ansagen bei unerwünschtem Verhalten und Belohnungen bei positiven Verhalten auch beim ersten Treffen dazu. Einfacher wird die Sache, wenn du nicht alleine bist und dir jemand dabei helfen kann, beiden Tieren Aufmerksamkeit zu schenken. 

Erinnerst du dich noch an den wichtigsten Erfolgsfaktor? Ein niedriges Stresslevel ist gerade jetzt von größter Bedeutung. Damit deine Tiere Ruhe bewahren können, ist ein sicheres Auftreten deinerseits unabdingbar. Lass dich nicht verunsichern, auch dann nicht, wenn die Tiere sich nicht sofort mögen. Das Zusammenführen von Hund und Katze erfordert in der Regel viel Zeit und Geduld. Erzwinge beim ersten Aufeinandertreffen nichts (beispielsweise indem du die Katze auf den Arm nimmst und an den Hund heran trägst) und halte das Treffen kurz. Ein paar Minuten genügen.

Nach dem Treffen sind deine Vierbeiner sicher noch ziemlich aufgeregt. Während die Katze sich eventuell erst einmal zurückziehen will, solltest du den Hund ausgiebig loben und streicheln. Auch die Katze freut sich gegebenenfalls über positive Zuwendung - das kannst du am besten selbst einschätzen. 

Da Tiere Zeit brauchen, um mit Veränderungen zurecht zu kommen, wirst du diese Prozedur wohl einige Male wiederholen müssen. In der Regel wird es aber schnell einfacher. Lasse deinen Hund erst dann von der Leine, wenn du dir sicher bist, dass er die Katze nicht attackieren wird.

 

Ein harmonisches Zusammenleben auf lange Sicht 

Nachdem Hund und Katze erfolgreich zusammengeführt wurden, ist das Schwierigste überstanden! Anfangs tolerieren sich die Tiere vielleicht nur, ohne viel miteinander anfangen zu können. Das ist ganz normal. Wichtig ist auch hier wieder deine Geduld, denn alles andere stellt einen erneuten Stressfaktor für die flauschigen Freunde dar. Eine tiefe Freundschaft kann genau wie bei Menschen nicht erzwungen werden und muss sich entwickeln. 

Wenn du sicherstellen willst, dass deine Tiere sich nicht streiten und in die Quere kommen solltest du einige Grundregeln beachten: 

  • Der Hund muss um das Katzenklo einen Bogen machen. Die Katze ist hier nicht zu stören. Idealerweise hat die Katze ohnehin ihren eigenen Rückzugsort, zu dem der Hund keinen Zutritt hat. 
  • Hund und Katze essen räumlich und bestenfalls auch zeitlich getrennt voneinander 
  • Zeige beiden Tieren viel Liebe und spiele mit beiden (auf die jeweils passende Art und Weise). 
  • Erzwinge nichts und lass die Tiere entscheiden, in welchem Maß sie miteinander interagieren möchten. 
  • Berücksichtige die unterschiedlichen Bedürfnisse deiner Tiere. Hunde brauchen in der Regel mehr menschliche Aufmerksamkeit, während Katzen vor allen Dingen ihr eigenes Territorium benötigen. 

 

Auch die Gesundheit der Tiere spielt natürlich eine große Rolle für ein harmonischen Miteinander. Zwar übertragen Hunde und Katzen nicht alle potentiellen Krankheiten aufeinander, können sich aber durchaus gegenseitig anstecken. Hat einer der beiden Flöhe, so springen diese oft auch auf den anderen über. Ähnlich verhält es sich bei Milben, Hautpilzen und vielen bakteriellen Infektionen. Wer schon mal zwei kranke Kinder zu Hause versorgen musste weiß, wie anstrengend zwei Patienten im Haushalt sein können. 

Bei gesundheitlichen Problemen empfehlen wir einen Blick auf unsere natürlichen Heilmittel gegen Flöhe, Milben und Hautprobleme und einen Besuch beim Tierarzt.

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Letztendlich hat der Erfolg des Zusammenlebens also viel mit der richtigen Planung, einer guten Kombination der Tiere, einem bewussten Umgang und viel Geduld zu tun. Wir wünschen dir ganz viel Erfolg mit deinem Multi-Tier-Haushalt. Wenn du bereits Erfahrungen mit dem Zusammenleben von Hunden und Katzen gemacht hast freuen wir uns sehr über deine Tipps in den Kommentaren!