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Mauke beim Pferd: Vorbeugen, Behandeln und Heilen

Sicher kannst du dir vorstellen, wie schmerzhaft und unangenehm eine Erkrankung am Pferdefuß ist. Pferde sind Lauftiere und haben von Natur aus einen großen Bewegungsdrang – schließlich legen sie in der Natur bis zu 30 Kilometer am Tag zurück, wenn sie über die Weide schlendern und grasen. Einfach mal »die Füße hochzulegen« ist im Programm eines Pferdes also nicht vorgesehen. Mauke ist daher für jedes Pferd eine Erkrankung, die das gesamte Wohlbefinden beeinflusst und sogar zu großer Bewegungsunlust führen kann. Im schlimmsten Fall entstehen sogar Wucherungen und das Pferd beginnt zu lahmen. Mauke zu behandeln ist daher extrem wichtig, um die Gesundheit deines Pferdes nicht zu gefährden.

 

Mauke erkennen: Wie sehen die Symptome aus?

Da die Mauke oft im Bereich der Fesselbeuge auftritt, wird sie auch als Fesselekzem bezeichnet. Der Name ist allerdings irreführend, denn die Mauke kann auch an anderen Stellen auftreten, etwa an der vorderen Seite der Beine über den Hufen. Am Fesselgelenk nistet sie sich zwar gern ein, da die Stelle oft warm und feucht ist, manchmal ist aber auch das Röhrbein betroffen. In diesem Fall spricht man von Raspe beim Pferd.

Zu Anfang zeigen sich erste Symptome wie Rötungen der Haut, später kommen Krusten oder auch ein schmieriger Belag hinzu. Da die Mauke beim Pferd zu den entzündlichen Hauterkrankungen zählt, fühlt die Haut sich an den betroffenen Stellen warm an und kann anschwellen, manchmal fühlt die Haut sich auch an wie knitterndes Pergament. In manchen Fällen wird die Mauke zu spät erkannt, da sie im Anfangsstadium vom Fell verdeckt wird. Nutze also die gemeinsame Zeit beim Putzen, um die Beine deines Pferdes regelmäßig auf erste Symptome zu überprüfen. Je eher du eingreifst, umso besser ist es für dein Pferd. Denn wird die Mauke nicht rechtzeitig behandelt, können unschöne Hautwucherungen entstehen.

 

Trockene und nässende Mauke von Warzenmauke unterscheiden

Da das Krankheitsbild sehr unterschiedlich verläuft, gibt es trockene und nässende Mauke und Warzenmauke, die an warzenartigen Hautveränderungen zu erkennen ist. Typisch für die trockene Mauke sind Schorfbildung und Verkrustungen, die nässende Mauke verursacht übel riechenden Hautausschlag. Die Entzündung kann bei unterlassener Behandlung so einen schmerzhaften Verlauf nehmen, dass Pferde beginnen zu lahmen. Die gute Nachricht ist: Mit konsequenter Pflege sind Mauke und Raspe beim Pferd heilbar! Am besten ist es aber, wenn wir die Ursachen dieser lästigen Entzündungen verstehen, denn du kannst im Vorfeld schon viele Maßnahmen ergreifen, um die Entstehung zu verhindern. Sehen wir uns also einmal die Ursachen genauer an!

 

Wie entsteht Mauke beim Pferd?

Die Haut des Pferdes ist eine natürliche Schutzhülle, um das Eindringen von unerwünschten Keimen zu vermeiden. Auch bei einem gesunden Pferd befinden sich auf der Haut viele Bakterien, die eine sogenannte Mikroflora entwickeln. Ist die Mikroflora gesund, kann die Haut viele Angriffe von außen abwehren. Artgerechte Haltung, viel Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung halten das Pferd in der Regel gesund und munter. Es gibt aber Faktoren, die die Abwehrkräfte der Haut vermindern und so die Entstehung der gefürchteten Mauke fördern: 

  • Nicht nur zu wenig, auch zu viel Pflege kann die Haut des Pferdes reizen und die natürlichen Schutzschilde schwächen. Wichtig ist daher, dass du die Beine und Hufe deines Pferdes in einem gesunden Maße pflegst. Übertriebenes Waschen, Bürsten und Shampoonieren ist für den natürlichen Säureschutzmantel der Haut genauso schädlich wie mangelnde Sauberkeit. Wichtiger ist, dass du die Beine und Fesseln des Pferdes regelmäßig auf erste Anzeichen überprüfst. Fahre dazu mit ruhigen Bewegungen an den Beinen deines Pferdes herab, um eventuelle Veränderungen der Haut frühzeitig zu ertasten. Je eher du Mauke entdeckst, umso schneller kannst du helfend eingreifen!

  • Ein geschwächtes Immunsystem äußert sich oft zuerst über eine Anfälligkeit der Haut. Mauke kann also auch eine Folgeerkrankung sein, die darauf hindeutet, dass dein Pferd sich aus einem anderen Grund in einem schlechten Allgemeinzustand befindet. Solltest du also das Gefühl haben, dass es deinem Pferd insgesamt nicht gut geht, solltest du einen Tierarzt zurate ziehen, um den Grund für das geschwächte Immunsystem herauszufinden.

  • Hygiene im Stall und auf der Weide sind ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge! Ganz besonders ständige Feuchtigkeit macht Pferde für Mauke sehr anfällig. Achte also darauf, dass der Stall regelmäßig ausgemistet wird und dass die Boxen mit trockener Einstreu versorgt werden. Auch auf der Weide kann ständige Nässe zur Belastung werden. Stehen die Pferde zu lange auf einem sumpfigen und nassen Untergrund, ist das für entzündliche Bakterien eine Einladung, die Haut anzugreifen.

  • Pferde sind sehr sensible Fluchttiere mit ausgeprägten Sinnen für ihre Umwelt. Was sie so intelligent und empfindsam macht, kann gleichzeitig zum Gesundheitsrisiko werden. Denn auch Stressfaktoren schwächen das Immunsystem und können Mauke nach sich ziehen. Überprüfe also, ob dein Pferd aus irgendwelchen Gründen permanent unter Stress steht, etwa durch ständigen Lärm, Spannungen in der Herde oder häufiges Verladen. Ist dein Pferd auffallend nervös und schreckhaft, will es dir damit sagen, dass es belastendem Stress ausgesetzt ist, der krank machen kann!

  • Schlechte und falsche Ernährung schwächt ebenfalls das Immunsystem und macht dein Pferd nicht nur für Mauke anfällig! Nährstoffmangel oder die Fütterung mit muffigem, feuchtem Heu ziehen nicht nur Mauke nach sich, sondern auch viele andere Erkrankungen wie Koliken. Die Ernährung des Pferdes muss also auf seine Rasse, sein Alter und sein Leistungspensum abgestimmt werden. Ein leichtfuttriger Haflinger, der den Großteil seines Tages auf der Weide verbringt, hat einen anderen Nährstoffbedarf als ein Turnierpferd, das regelmäßig trainiert wird. Stimme also die Ernährung deines Pferdes auf seine individuellen Bedürfnisse ab, um sein Immunsystem im Gleichgewicht zu halten und es bei der Abwehr von Krankheiten zu unterstützen!

  • Mauke entsteht, weil Keime durch kleine Risse in die Haut eindringen. Solche Mikrowunden sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen, sie lassen sich aber leicht verhindern. Mechanische Einflüsse wie zum Beispiel Sand oder angetrockneter Dreck reizen die Haut und können scheuern, bis Hautrisse entstehen. Verwende also Sorgfalt darauf, die Fesseln deines Pferdes beim Putzen von Scheuerpartikeln wie Sand aus der Reitbahn oder Schlamm aus dem Paddock zu befreien. So beugst du Rissen in der empfindlichen Haut wirksam vor.



Begünstigen lange Behänge beim Pferd Mauke?

Während die oben genannten Faktoren zum Schutz vor Mauke für alle Pferde gelten, gibt es auch einige Punkte, die manche Pferde anfälliger für die entzündliche Hauterkrankung machen. Pferde mit weißen Fesseln gelten als Risikokandidaten, denn wo das Fell weiß ist, ist die Haut unpigmentiert und damit anfälliger. Auch Rassen mit üppigen Fesselbehängen neigen eher dazu, an Mauke zu erkranken. Denn die Behänge begünstigen ein feucht-warmes Klima in den Fesselbeugen, in dem die verursachenden Bakterien sich leichter vermehren. Trotzdem ist es keine gute Idee, die langen Behänge einfach zu scheren, denn das reizt die Haarwurzeln und macht die Haut schutzlos. Sanftes Kürzen und regelmäßige Pflege sind hier die bessere Wahl.

Hat die Mauke sich allerdings schon eingenistet, sieht die Sache anders aus. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Behänge vorsichtig komplett zu entfernen. So kommt Luft an die heilenden Stellen, unterstützende Mittel wie Sprühgel bleiben nicht im Fell hängen und die Behandlung wird insgesamt einfacher. Lange Behänge sind bei Pferden wie Kaltblütern ein sinnvoller Schutz, wenn sie zum Beispiel bei der Waldarbeit helfen und viel durchs Unterholz laufen – werden die Behänge zu oft nass und nicht regelmäßig gepflegt, können sie aber zum Gesundheitsrisiko werden. Ob ein großflächiges Scheren angebracht ist, solltest du mit dem Tierarzt besprechen, denn er kann beurteilen, ob ein »Kahlschlag« für den weiteren Verlauf der Behandlung notwendig ist.

Mauke behandeln: Krusten entfernen, aber richtig!

Bei Krusten denken wir im Normalfall an heilende Wunden. Krusten sind in der Regel ein gutes Zeichen, denn sie verschließen offene Wunden, damit sie unter dieser natürlichen Schutzschicht in Ruhe verheilen können. Leider deuten Krusten bei Maukeerkrankungen nicht auf Heilung hin, denn bei der Mauke sind die entstehenden Krusten ein Schutzschild für die Krankheitserreger, nicht fürs Pferd! Unter den Krusten bildet sich ein warmes und feuchtes Mikroklima, das die Zahl der Erreger explosionsartig ansteigen lässt. Der einzige Weg, Mauke langfristig und vollständig zu heilen, liegt also im regelmäßigen Entfernen der Krusten, bis die darunter liegenden entzündlichen Stellen von innen heraus trocknen und ausheilen.

Rupfe die Krusten aber nicht einfach ab wie ein Pflaster, sondern weiche sie vorsichtig auf, etwa mit ein bisschen Fettcreme. Kokosfett eignet sich auch sehr gut. Sind die Krusten aufgeweicht, kannst du sie ganz vorsichtig lösen und aus dem Fell zupfen. Die Prozedur ist für dein Pferd schon unangenehm genug, sie muss nicht auch noch schmerzen! Strahle Ruhe aus, sprich mit deinem Pferd und vermeide hektische oder unsichere Bewegungen. Nimm dir Zeit und entferne die Krusten sanft in kleinen Stückchen. So verhinderst du, dass die Haut weiter gereizt wird und neue Risse entstehen, durch die weitere Krankheitserreger eindringen.

 

Mauke und Hygiene: Sauber, nicht nass!

Um die Mauke zu bekämpfen, müssen die betroffenen Stellen gründlich gereinigt werden. Ständige Nässe allerdings macht alles nur noch schlimmer! Wasche also am besten zu Beginn der Behandlung die befallene Haut einmal mit einer milden, aber desinfizierenden Seife. Jodseife zum Beispiel ist eine gute Wahl. Trockne nach dem Waschen das Fell deines Pferdes gut ab, ohne zu rubbeln, denn das reizt nur weiter die Haut. Tupfe die feuchten Stellen lieber sachte und gründlich trocken. 

Hat dein Pferd ein sehr dichtes Fell, das nicht schnell trocknet, kannst du es auch föhnen. Sollte dein Pferd aber noch nie Bekanntschaft mit einem Föhn gemacht haben, gib ihm erst die Möglichkeit, sich an das fremde Geräusch zu gewöhnen und den Föhn kennenzulernen. So verhinderst du, dass es vor Schreck auskeilt, wenn du plötzlich das Gerät einschaltest. Auch der Weidegang kann zum Problem werden, wenn es feucht und regnerisch ist. Mauke ist besonders im Herbst gefürchtet, wenn die Pferde oft im nassen Gras stehen. Kannst du deinem Pferd keinen trockenen Auslauf bieten, lässt du es besser für die Dauer der Behandlung in einer trockenen, sauberen Box.

 

Welche Mittel helfen gegen Mauke?

Sauberkeit, Trockenheit und das tägliche Entfernen der Krusten sind schon wichtige Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Behandlung. Du kannst die Heilung aber auch durch sanfte Mittel unterstützen. Wichtig ist, dass die Bakterien in der Wunde bekämpft werden, daher sollte die Mauke nach der ersten gründlichen Reinigung täglich mit einer antibakteriellen Salbe behandelt werden. Zinksalbe oder Jodsalbe eignen sich besonders gut. In Absprache mit deinem Tierarzt kannst du auch die Salbe verwenden, die er empfiehlt. Besonders praktisch in der Anwendung sind Sprays, denn diese legen sich wie ein feiner Film auf die betroffenen Stellen und du musst die Wunde nicht berühren, um das Mittel aufzutragen.

Sollte die Mauke so fortgeschritten sein, dass dein Pferd Schmerzen hat, liegt es im Ermessen des Tierarztes, ein Antibiotikum zu verschreiben, um die Entzündung nicht nur örtlich, sondern auch von innen heraus zu behandeln. In leichten Fällen können aber auch bewährte Hausmittel helfen. Sauerkrautwickel zum Beispiel versorgen die angegriffene Haut nicht nur mit unterstützenden Mineralien, sie enthalten auch Milchsäurebakterien. Durch die Milchsäure wird der pH-Wert der Haut reguliert und die weitere Ausbreitung der Bakterien wird gestoppt. Verwende für die Krautwickel saubere Tücher und fixiere sie über Nacht mit Klebeband. Nach fünf Tagen sollte eine deutliche Besserung eingetreten sein, falls nicht, muss der Tierarzt entscheiden, wie es weitergeht.

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Fazit: Mauke ist lästig, kann aber besiegt werden!

Im Grunde genommen sind Mauke und Raspe bei Pferden ein Oberbegriff für Hautirritationen, die sich entzünden und zu schmerzhaften Folgeerscheinungen führen können. Besonders die Warzenmauke zieht unschöne Wucherungen nach sich, die nur vom Tierarzt operativ entfernt werden können. Vor einer Ansteckung durch den Kontakt mit anderen Pferden musst du dich allerdings nicht fürchten. Tritt Mauke bei mehreren Pferden im selben Stall auf, liegt das an den hygienischen Bedingungen, denn eine Entzündung ist nicht ansteckend. Jede Erkrankung am Pferdefuß fordert natürlich Aufmerksamkeit, Mauke zu behandeln ist aber nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick erscheint. Bei einer konsequenten Pflege wird es deinem Pferd schnell wieder bessergehen.

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